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Social Media

Was kostet Social-Media-Betreuung in Österreich?

Pauschale, Stundensatz oder Paket: Was Social-Media-Betreuung in Österreich kostet, was im Preis stecken sollte und worauf Sie beim Angebot achten.

Von Beniamino Häfner, Gründer von FameFactory ·· 8 Minuten Lesezeit

Beniamino Häfner präsentiert auf einem Bildschirm die Social-Media-Auswertung eines Kunden

Social-Media-Betreuung kostet in Österreich meist zwischen rund 800 und 3.500 Euro pro Monat, je nach Zahl der Kanäle, Postings und Videodrehs. Nach unten gibt es günstige Einstiegspakete mit stark begrenztem Umfang, nach oben ist bei mehreren Kanälen und regelmäßiger Produktion vieles möglich. Entscheidend ist weniger der Preis allein als die Frage, was genau darin steckt.

Dieser Beitrag zeigt die gängigen Preismodelle, nennt typische Spannen mit Quellen und gibt Ihnen eine Checkliste für den Angebotsvergleich. Die Zahlen stammen von österreichischen Agenturen und der Wirtschaftskammer Wien. Sie sind Orientierung, kein Preisdiktat.

Die drei gängigen Preismodelle

Agenturen rechnen Social-Media-Betreuung im Wesentlichen auf drei Arten ab. Welche passt, hängt davon ab, wie planbar Ihr Bedarf ist.

Modell So funktioniert es Passt, wenn … Risiko
Monatspauschale Fester Betrag pro Monat für einen definierten Umfang (Kanäle, Postings, Community-Management, Reporting) Sie laufende Betreuung wollen und planen müssen Umfang unklar, wenn das Angebot nicht genau auflistet
Stundensatz Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand Der Bedarf schwankt oder es geht um Einzelaufgaben Kosten schwer vorhersehbar
Einmalig bzw. Projekt Fixpreis für Strategie, Setup oder einen Drehtag Sie brauchen ein Fundament oder Material, nicht den Dauerbetrieb Danach muss jemand die Kanäle weiterführen

Die Monatspauschale ist in der Praxis das häufigste Modell. Eine Übersicht aus Graz nennt dieselben Varianten und ergänzt, dass beim Vergleich die tatsächlichen Leistungen zählen, etwa die Zahl der Drehs, nicht nur der Endbetrag (l-v-b.at). Eine Pauschale mit zwei Drehs im Monat ist ein anderes Produkt als eine, bei der Sie das Bildmaterial selbst liefern.

Typische Preisspannen in Österreich

Die folgenden Spannen stammen aus öffentlich einsehbaren Preisübersichten österreichischer Anbieter. Sie unterscheiden sich in Umfang und Methodik und sind deshalb als Bandbreite zu lesen.

Umfang Spanne pro Monat Quelle
Kleines Einstiegspaket, stark begrenzt ab 250 Euro Herold
Starter: ein Kanal, Fokus Bekanntheit 800 bis 1.200 Euro Zenitblau
Einstieg: ein Kanal, wenige Beiträge pro Woche 800 bis 1.500 Euro l-v-b.at
Wachstum: zwei bis drei Kanäle, hochwertiger Content 1.500 bis 3.500 Euro Zenitblau
Mittelklasse: ein bis zwei Kanäle, regelmäßige Drehs und Reels 1.500 bis 3.000 Euro l-v-b.at
Intensiv: mehrere Kanäle, wöchentliche Produktion ab 3.000 Euro l-v-b.at

Herold fasst die Mitte des Marktes so zusammen: je nach Leistungsumfang zwischen 800 und über 1.500 Euro im Monat. Als Faktoren nennt der Anbieter unter anderem die Zahl der Plattformen und die Postingfrequenz.

Für Einzelleistungen nennt Zenitblau einmalig 1.500 bis 3.000 Euro für eine Strategiebasis mit Mitbewerberanalyse. Texte und Grafiken liegen dort bei 500 bis 1.500 Euro im Monat. Wer regelmäßig Videodrehs einplant, landet laut derselben Quelle schnell über 2.000 Euro.

Warum die Spannen so breit sind

Drei Dinge treiben den Preis:

  • Produktion. Eigene Fotos und Videos vor Ort sind der aufwendigste Teil. Die Grazer Übersicht nennt die Produktion ausdrücklich als größten Kostenblock.
  • Kanäle und Frequenz. Jeder zusätzliche Kanal und jedes zusätzliche Posting pro Woche braucht Planung, Texte und Pflege.
  • Community-Management und Reporting. Antworten auf Kommentare und Nachrichten sind laufende Arbeit, auch wenn man sie nicht sieht.

Stundensätze: Was Agenturen pro Stunde verlangen

Wer nach Stunden abrechnet, bewegt sich in Österreich oft zwischen 90 und 160 Euro. Diese Spanne nennt etwa die Grazer Übersicht, und Zenitblau nennt 90 bis 150 Euro, abhängig von der Art der Tätigkeit.

Eine belastbare Gegenprobe liefert die Honorarerhebung 2024 der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien, die gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut IFES durchgeführt wurde. Der mittlere Stundensatz (Median) über alle Positionen liegt dort bei 110 Euro. Für Social-Media-Redaktion weist die Erhebung einen Median von 100 Euro aus. Die Erhebung versteht sich ausdrücklich als Orientierungshilfe und nicht als verbindliche Preisempfehlung.

Ein Stundensatz allein sagt wenig. Entscheidend ist, wie viele Stunden pro Monat tatsächlich anfallen und ob Sie diese Stunden vorab kennen.

Was im Preis enthalten sein sollte

Ein gutes Angebot listet auf, was Sie bekommen. Prüfen Sie diese Punkte:

  • Welche Kanäle werden betreut (Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn, YouTube Shorts)?
  • Wie viele Postings, Reels und Stories pro Monat sind enthalten?
  • Wer erstellt das Bildmaterial, und ist die Produktion im Preis oder extra?
  • Ist Community-Management enthalten (Kommentare, Nachrichten) und in welchen Zeiten?
  • Gibt es einen Redaktionsplan, den Sie vorab freigeben können?
  • Wie sieht das Reporting aus, und wie oft bekommen Sie es?
  • Wer hat die Zugänge zu den Konten, und bleiben sie bei Ihnen?
  • Welche Nutzungsrechte haben Sie an Fotos und Videos, auch nach Vertragsende?
  • Wie lange läuft der Vertrag, und wie kündigen Sie?

Was meist nicht im Preis steckt

Das Werbebudget für bezahlte Anzeigen zahlen Sie in der Regel direkt an die Plattform, etwa an Meta oder TikTok. Es kommt zum Honorar dazu. Auch Einrichtungskosten und aufwendige Produktionen können gesondert ausgewiesen sein. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben.

Beispiel: Wie FameFactory seine Preise aufbaut

Zur Einordnung die eigenen Preise, damit Sie ein konkretes Beispiel haben. Alle Angaben sind netto zuzüglich 20 % Umsatzsteuer, der genaue Preis folgt nach dem Erstgespräch als individuelles Angebot.

Leistung Preis
Social-Media-Betreuung (Planung, Postings, Reels, Community-Management, Reporting) ab 1.190 Euro pro Monat
Content-Produktion vor Ort, halber Drehtag ab 790 Euro
Content-Produktion vor Ort, ganzer Drehtag ab 1.390 Euro
Strategie und Setup (Analyse, Wettbewerb, Zielgruppen, Redaktionsplan) ab 1.900 Euro einmalig

Das Besondere an der Betreuung: Wir kommen zu Ihnen und produzieren den Content selbst (Content-Produktion vor Ort), mit eigenen Fotograf:innen und Videograf:innen. Es gibt kein Stockmaterial und keine Kette von Subunternehmern. Das erklärt, warum Betreuung und Produktion zusammen gedacht werden. Was ein Drehtag im Detail umfasst, lesen Sie im Beitrag Content-Shooting vor Ort.

Worauf Sie beim Angebot achten sollten

Vergleichen Sie Leistungen, nicht Endbeträge. Ein Angebot ab 250 Euro und eines ab 1.190 Euro sind selten dasselbe Produkt. Der Unterschied liegt meist bei Produktion, Frequenz und Betreuungszeit.

Fragen Sie nach dem Bildmaterial. Stockfotos und Vorlagen sind günstig, wirken aber austauschbar. Eigene Aufnahmen aus Ihrem Betrieb sind teurer, bilden aber das ab, was Sie ausmacht.

Lassen Sie sich Ziele und Grenzen erklären. Seriöse Anbieter versprechen keine Reichweite und keine Verkaufszahlen. Soziale Netzwerke ändern ihre Algorithmen, und Ergebnisse hängen von Branche, Budget und Ausgangslage ab.

Klären Sie Laufzeit und Rechte schriftlich. Wie lange läuft der Vertrag, wie kündigen Sie, und wem gehören Konten, Bilder und Videos? Das sollte im Angebot oder Vertrag stehen und nicht erst im Streitfall geklärt werden.

Rechnen Sie die Alternative durch. Eine Mitarbeiterin intern kostet nicht nur Gehalt, sondern auch Lohnnebenkosten, Arbeitsplatz und Equipment. Und Urlaub oder Krankenstand reißen Lücken in den Redaktionsplan.

Fragen, die Sie jeder Agentur stellen können

  1. Wer produziert das Bildmaterial, und sind Drehtage im Preis enthalten?
  2. Wie viele Postings, Reels und Stories pro Monat sind konkret vereinbart?
  3. Wer antwortet auf Kommentare und Nachrichten, und wie schnell?
  4. Welche Zugänge bekommen Sie, und wer bleibt Inhaber der Konten?
  5. Wie lange ist die Mindestlaufzeit, und wie läuft die Kündigung?
  6. Was kostet Werbebudget zusätzlich, und wer steuert die Anzeigen?
  7. Wie sieht ein Reporting aus, und welche Kennzahlen werden darin erklärt?

Häufige Fragen

Was kostet Social-Media-Betreuung für ein kleines Unternehmen?

Für kleine Betriebe mit einem oder zwei Kanälen nennen österreichische Anbieter Einstiegspakete ab 250 Euro (Herold) bzw. 800 bis 1.500 Euro im Monat für eine Betreuung mit eigenem Content. Bei FameFactory startet die Betreuung ab 1.190 Euro pro Monat netto, inklusive Planung, Postings, Reels, Community-Management und Reporting. Den genauen Preis nennen wir nach dem Erstgespräch.

Ist Social-Media-Betreuung bei einer Agentur günstiger als eine Mitarbeiterin?

Das hängt vom Umfang ab. Eine interne Stelle bringt Lohnnebenkosten, Ausstattung und Ausfallzeiten mit. Eine Agentur bündelt Foto, Video, Text und Betreuung in einem Monatsbetrag. Bei kleinem Umfang ist die Agentur meist wirtschaftlicher, bei sehr hohem Aufwand kann sich eine interne Stelle lohnen.

Ist das Werbebudget im Preis enthalten?

Nein, in der Regel nicht. Das Budget für Anzeigen zahlen Sie direkt an Meta, TikTok oder die jeweilige Plattform. Die Agentur verrechnet zusätzlich ein Honorar für Einrichtung und Betreuung der Anzeigen. Bei FameFactory gibt es das als eigene Leistung, siehe Meta- und TikTok-Ads.

Wie schnell sehe ich Ergebnisse?

Dazu gibt es keine seriöse pauschale Antwort. Soziale Netzwerke wachsen mit Regelmäßigkeit und Qualität über Monate, nicht über Tage. Fragen Sie jede Agentur, woran sie Fortschritt festmacht, und misstrauen Sie festen Zusagen zu Followern oder Reichweite.

Nächster Schritt

Wenn Sie wissen wollen, was Betreuung für Ihren Betrieb konkret kostet, sehen Sie sich die Leistung Social-Media-Betreuung an. Für ein individuelles Angebot können Sie ein Erstgespräch buchen.

Quellen

Die Preisangaben Dritter stammen aus deren öffentlichen Übersichten (Stand der Recherche: Oktober 2026) und können sich ändern. FameFactory-Preise: netto zuzüglich 20 % Umsatzsteuer.

Beniamino Häfner

Beniamino Häfner

Gründer und Inhaber von FameFactory. Studium an der WU Wien (BSc, MSc) mit Schwerpunkt Social-Media-Marketing. Betreut seit 2018 Unternehmen in Wien und ganz Österreich.