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Content-Shooting vor Ort: Ablauf, Vorbereitung, was es kostet
So läuft ein Content-Shooting in Ihrem Betrieb ab: Vorbereitung, Drehtag, Hochformat, Einwilligungen und was ein halber oder ganzer Drehtag kostet.

Bei einem Content-Shooting kommt ein Team zu Ihnen in den Betrieb und produziert an einem Tag Fotos, Videos und Reels für Ihre Kanäle. Die Qualität entscheidet sich vorher: mit klaren Zielen, einer Shotliste und geklärten Einwilligungen. Ein halber Drehtag kostet bei FameFactory ab 790 Euro, ein ganzer ab 1.390 Euro netto, andere Anbieter liegen je nach Umfang deutlich höher.
Hier lesen Sie, wie Sie sich vorbereiten, wie ein Drehtag abläuft, warum Hochformat zählt, was bei Rechten und Einwilligungen zu beachten ist und welche Kosten in Österreich üblich sind.
Was ein Content-Shooting ist und wofür es sich eignet
Ein Content-Shooting ist ein Produktionstag, an dem möglichst viel Material für die nächsten Wochen entsteht. Statt für jedes Posting einzeln zu fotografieren, werden Gerichte, Produkte, Räume, Team und Abläufe gesammelt festgehalten. Daraus entstehen später Reels, Stories, Karussells und Bilder für Website und Google-Profil.
Das lohnt sich für Betriebe, in denen es etwas zu zeigen gibt: Restaurants, Weingüter, Ordinationen, Apotheken, Autohäuser. Eine Produktionsfirma aus Wien beschreibt das Modell ähnlich: Ein Drehtag, aus dem mehrere Clips in verschiedenen Formaten geschnitten werden (Genesisfilms).
Vorbereitung: Die Checkliste
Eine Agentur nennt als Kern der Vorbereitung vier Schritte: Ziele und Plattformen klären, ein Moodboard festlegen, eine Shotliste anlegen und Verantwortlichkeiten im Team verteilen (Chaerry). Für den Alltag im Betrieb lässt sich das so übersetzen:
- Ziel klären: Wofür brauchen Sie das Material (Instagram, TikTok, Website, Recruiting, Google-Profil)?
- Shotliste schreiben: Welche Szenen, Gerichte, Produkte, Räume und Personen müssen drauf? Was ist Pflicht, was nur schön, wenn Zeit bleibt?
- Beispiele sammeln: Zwei bis drei Videos oder Fotos, die Ihnen gefallen, als Moodboard.
- Termin wählen: Wann ist der Betrieb ruhig, wann ist das Licht gut, wann ist viel los?
- Ort vorbereiten: Aufräumen, Oberflächen reinigen, Dekoration prüfen, störende Plakate und Kabel entfernen.
- Personen briefen: Wer kommt vor die Kamera? Wer ist Ansprechperson am Drehtag?
- Einwilligungen einholen: Von Mitarbeiter:innen und, wenn nötig, von Gästen (siehe unten).
- Produkte bereitstellen: Gerichte, Weine, Fahrzeuge, Neuheiten, Saisonartikel.
- Logos, Schriften, Farben: Falls Einblendungen oder Untertitel vorgesehen sind.
- Praktisches: Parkplatz, Zugang, Strom, Pausenraum, Verpflegung für das Team.
Was wir von Ihnen brauchen
Nicht viel: eine Ansprechperson am Tag, einen Überblick über Ihre Highlights und die Freigabe der Personen, die gefilmt werden. Alles andere übernehmen wir, von Licht und Kamera bis zur Planung der Reihenfolge.
Ablauf eines Drehtags
Der Ablauf hängt von der Branche ab. Das folgende Beispiel zeigt einen ganzen Drehtag in einem Restaurant. Bei anderen Betrieben ändern sich Szenen und Reihenfolge, die Logik bleibt.
| Uhrzeit | Was passiert |
|---|---|
| 09:00 | Ankunft, gemeinsamer Blick auf die Shotliste und Abstimmung der Reihenfolge |
| 09:30 | Aufbau von Licht und Kamera. Raum- und Detailaufnahmen im ruhigen Lokal vor dem Service |
| 10:30 | Gerichte und Zubereitung vor der Kamera, Plating und Details |
| 12:00 | Mittagsservice: Atmosphäre und Handgriffe im Hintergrund, Gäste nur mit Einverständnis |
| 14:00 | Teamporträts und kurze Statements von Küche und Service |
| 15:30 | Getränke und Bar, Außenansicht, Gastgarten |
Bei einem halben Drehtag fällt entsprechend weniger an, etwa nur Küche und Raum. Beim Dreh passt sich das Team Ihrem Betrieb an, nicht umgekehrt. Raum- und Detailaufnahmen entstehen vor dem Service, damit der laufende Betrieb möglichst wenig gestört wird.
Nach dem Drehtag
Aus dem Rohmaterial werden Reels, Fotos und Stories geschnitten, gefärbt und mit Texten und Untertiteln versehen. Sie bekommen den Redaktionsplan zur Freigabe. Bei FameFactory kümmern wir uns anschließend auch um das Posten und die Betreuung der Kanäle, siehe Social-Media-Betreuung.
Hochformat: Warum Reels anders gedreht werden
Reels, TikTok und YouTube Shorts laufen im Hochformat. Für Reels ist das Format 9:16 mit 1080 x 1920 Pixeln üblich, damit das Video ohne Ränder den ganzen Bildschirm füllt (Hopper HQ). Wer ein Querformat-Video nachträglich zuschneidet, verliert Bildanteil und oft den Bildaufbau.
Darum wird beim Drehtag gezielt im Hochformat gefilmt. Das beeinflusst:
- Bildaufbau: Das Motiv gehört in die Mitte, mit Platz für Untertitel oben und unten.
- Nähe: Details wirken im Hochformat besser als weite Totalen.
- Tempo: Der erste Moment muss das Thema zeigen, etwa den Schwung der Pfanne oder die Hand am Lenkrad.
- Parallele Formate: Für Website oder YouTube wird zusätzlich im Querformat gedreht, wenn es gebraucht wird.
Rechte und Einwilligungen: Sachlich geklärt
Wer Menschen erkennbar abbildet, braucht in Österreich in der Regel deren Einwilligung. Diese Punkte sollten Sie vor dem Drehtag klären. Rechtsberatung ersetzt das nicht. Bei Unsicherheit helfen Rechtsberatung der Wirtschaftskammer oder ein Anwalt.
Recht am eigenen Bild. Nach § 78 Urheberrechtsgesetz dürfen Bilder von Personen nicht veröffentlicht werden, wenn dadurch berechtigte Interessen der Abgebildeten verletzt werden. Zusätzlich greift der Datenschutz (RechtEasy).
Einwilligung konkret formulieren. Sie ist nur wirksam, wenn klar ist, wofür und in welchen Medien das Bild erscheint. Eine Pauschale wie “Ich stimme der Veröffentlichung zu” reicht nicht (Ombudsstelle). Empfehlenswert: schriftlich, mit Zweck (Website, Social Media, Werbung) und Hinweis auf den Widerruf.
Mitarbeiter:innen. Eine separate Einwilligung ist besser als eine Klausel im Arbeitsvertrag. Die Datenschutzbehörde hat in einem Fall verlangt, dass Fotos und Videos einer ehemaligen Mitarbeiterin auf deren Wunsch gelöscht werden, weil das Marketinginteresse nicht überwog (dataprotect.at). Prüfen Sie deshalb beim Austritt, welches Material online ist, und planen Sie Inhalte so, dass sie sich austauschen lassen.
Gäste und Kund:innen. Wer klar erkennbar ist, muss zustimmen. Personen im Hintergrund oder in einer größeren Menschenmenge sind unkritischer (Ombudsstelle). Wir fragen Gäste deshalb vor Ort, bevor sie ins Bild kommen.
Nutzungsrechte am Material. Klären Sie im Angebot, wie lange und wo Sie die Fotos und Videos nutzen dürfen, etwa auf Social Media, Website, Google-Profil und in Anzeigen. Fragen Sie auch, was nach Vertragsende gilt.
Was ein Content-Shooting kostet
Die Preise unterscheiden sich stark nach Umfang, Crew und Nachbearbeitung. Hier eine Auswahl veröffentlichter Angaben. Ob die Beträge netto oder brutto gelten, ist nicht immer angegeben.
| Leistung | Spanne | Quelle |
|---|---|---|
| Foto-Shooting, halber Tag (10 bis 30 Bilder, einfache Nachbearbeitung) | 500 bis 900 Euro | Chaerry |
| Foto-Shooting, ganzer Tag (50 bis 150 Bilder, retuschiert) | 1.200 bis 2.500 Euro | Chaerry |
| Video-Shooting, Tagessatz (Kamera, Licht, Ton, ein bis drei fertige Spots) | 1.500 bis 3.500 Euro | Chaerry |
| Einzelnes Social-Media-Video in Wien | 800 bis 3.000 Euro | Genesisfilms |
| Content-Paket: ein Drehtag, fünf bis zehn Reels, Teaser und Ads | 3.000 bis 8.000 Euro | Genesisfilms |
Die Chaerry-Werte gelten für den DACH-Raum, die Genesisfilms-Werte für Wien. Als Preistreiber nennen die Anbieter Umfang, Konzept, Besetzung, Aufbau, Nachbearbeitung und Nutzungsrechte.
FameFactory-Preise zum Vergleich
Alle Angaben netto zuzüglich 20 % Umsatzsteuer, individuelles Angebot nach dem Erstgespräch:
| Leistung | Preis |
|---|---|
| Halber Drehtag vor Ort | ab 790 Euro |
| Ganzer Drehtag vor Ort | ab 1.390 Euro |
Der Preis hängt von Zahl der Locations, Personen vor der Kamera, Länge des Drehs und gewünschten Formaten ab. Die Content-Produktion vor Ort umfasst Foto, Video und Reels. Wenn Sie die Kanäle gleich mit abgeben wollen, kombinieren Sie sie mit der Social-Media-Betreuung. Einen Überblick über laufende Kosten gibt der Beitrag Was kostet Social-Media-Betreuung in Österreich?.
Halber oder ganzer Drehtag?
- Halber Tag: für einen Einstieg, einen Raum oder ein Produkt, wenige Personen, überschaubare Shotliste.
- Ganzer Tag: für mehrere Bereiche, Tagesverlauf mit Service, Teamporträts und genug Material für mehrere Wochen.
Im Zweifel hilft ein kurzes Gespräch zur Shotliste: Was brauchen Sie wirklich, und was kann warten?
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Content-Shooting?
Ein halber Drehtag sind einige Stunden, ein ganzer Drehtag füllt den Arbeitstag. Hinzu kommen Vorbereitung und die Nachbearbeitung nach dem Dreh. Wann Sie das fertige Material bekommen, hängt vom Umfang ab und wird im Angebot festgehalten.
Muss mein Betrieb am Drehtag schließen?
Nein. Wir planen so, dass der laufende Betrieb möglichst wenig gestört wird. Raum- und Detailaufnahmen entstehen vor dem Service, Szenen mit Gästen nur mit deren Einverständnis.
Brauche ich eine Einverständniserklärung von Mitarbeiter:innen?
Wenn Mitarbeiter:innen erkennbar vorkommen, ist in der Regel ihre Einwilligung nötig, am besten schriftlich, mit Zweck und Hinweis auf den Widerruf. Das Recht am eigenen Bild und der Datenschutz greifen. Das ist keine Rechtsberatung. Bei Zweifeln hilft die Rechtsberatung der Wirtschaftskammer.
Was bekomme ich nach dem Shooting?
Das legen wir vorab fest: etwa Fotos, Reels, Stories und Bilder für Website und Google-Profil, mit Nutzungsrechten. Auf Wunsch übernehmen wir auch den Redaktionsplan und das Posten.
Nächster Schritt
Wenn Sie sich einen Drehtag in Ihrem Betrieb vorstellen können, sehen Sie sich die Content-Produktion vor Ort an. Für ein individuelles Angebot können Sie ein Erstgespräch buchen.
Quellen
- Chaerry: Content Shooting für Social Media
- Chaerry: Kosten Contentproduktion Social Media 2026
- Genesisfilms: Was kostet ein Social-Media-Video? Reel-Preise 2026
- Hopper HQ: Instagram Reel Size 2026
- RechtEasy: Recht am eigenen Bild
- Ombudsstelle: Wann ist eine Zustimmung wirksam?
- Ombudsstelle: Dürfen Fotos von beruflichen Veranstaltungen veröffentlicht werden?
- dataprotect.at: Mitarbeiter:innen-Fotos in Social Media, Entscheidung der DSB
Preisangaben Dritter stammen aus deren öffentlichen Übersichten (Stand der Recherche: Oktober 2026) und können sich ändern.

Beniamino Häfner
Gründer und Inhaber von FameFactory. Studium an der WU Wien (BSc, MSc) mit Schwerpunkt Social-Media-Marketing. Betreut seit 2018 Unternehmen in Wien und ganz Österreich.